Myrrhe


 
 
Heilwirkung: Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung, Husten, Bronchitis.
 
wissenschaftlicher Name: Commiphora molmol
 
Pflanzenfamilie: Balsambaumgewächse = Burseraceae
 
Verwendete Pflanzenteile: Gummiharz
 
Sammelzeit: Ganzes Jahr
 
VORKOMMEN Somalia; heimisch von Nordostafrika bis Arabien. Seit Jahrhunderten am Wildstandort gesammelt.
 
MERKMALE Bis zu 3 m hoher, dorniger Strauch oder Baum mit unbehaarten, gezähnten Blättern, die meist dreizählig sind. Die Blüten sind rosafarben und gelb, es entwickeln sich geschnäbelte, etwa 12 mm lange Früchte.
 
DROGEN
(verwendete Pflanzenteile)
Myrrha syn. Gummi Myrrha, Gummiresina Myrrha; Myrrhe (syn. Echte Myrrhe, Somali-Myrrhe), das aus der Rinde ausgetretene, an der Luft getrocknete Gummiharz; Es kann auch von anderen Commiphora - Arten abstammen, wenn es in der chemischen Zusammensetztung vergleichbar ist.
 
ANWENDUNG Vorwiegend als antiseptisches und entzündungshemmendes Mittel zur äusserlichen Behandlung von Mund- und Racheninfekten (Zahnfleisch-entzündung und andere Zahnfleischerkrankungen, Mandelentzündung, Mundgeschwüre). Die bitter schmeckende und adstringierende Myrrhe wird traditionell bei zahlreichen Beschwerden genutzt, wie Erkältung (Erleichterung von Nasenatmung und Abhusten), Wunden und Geschwüren, insbesondere Infekten von Mund, Zahnfleisch und Rachen.
 
WIRKSTOFFE Komplexe Polysaccharide, Triterpene, Triterpensäuren und ein ätherisches Öl (3-6%), das reich ist an Sesquiterpenen (?-Elemen, ?-Elemen) und Furanosesquiterpenen vom Elemen-, Eudesmen-, Guajen- und Germacrentyp. Furanoeudesma-1,3-dien (etwa 50%) ist der Hauptinhaltsstoff.
 
ZUBEREITUNG UND
DOSIERUNG
Äusserlich: Unverdünnte Myrrhentinktur wird zwei- bis dreimal täglich auf die betroffenen Stelle aufgetragen. Zur Mundspülung oder zum Gurgeln: bis zu 60 Tropfen Tinktur auf 1 Glas warmes Wasser Zahnpulver enthalten 10% getrocknetes, pulverisiertes Harz.
 
SONSTIGES Myrrhe gehört neben Weihrauch zu den ältesten Drogen und Kostbarkeiten. Die Droge begegnet uns sowohl bereits im Alten Testament wie auch in den Kulturkreisen des Nahen und Mittleren Ostens, so bei den Assyrern, Persern, Hebräern und Phönikiern, v.a. für Räucherungen in Tempeln. Der Name Myrrhe geht auf den bitteren Geschmack zurück (bitter: arabisch "murr", assyrisch-babylonisch "murru" und somalisch "molmol" bedeutet sehr bitter).
 
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